Schupf

Abschnitte aus der Schupfer Chronik.

 

Geschichtlicher Hintergrund

 

Schupf gehörte zum bayrischen Nordgau und stand deshalb auch unter bayrischem Recht. Ungeachtet der fränkischen Einflusssphäre wurde Schupf vom Sulzbacher Herzog regiert. Dieser war dem karolingischen Königshaus untertan. Kirchlich wurde die Gegend im 7. Jahrhundert von Regensburg aus christianisiert und betreut. 788 erfolgte die Eingliederung ganz Bayerns in das Reich Karl des Großen. Durch das Albachtal verlief zu dieser Zeit die Handelsstrasse von Prag nach Regensburg, was die Region für den Kaiser besonders wichtig machte. Im Jahre 912 wurde die Gegend von König Konrad I. dem Bistum Eichstätt zugeteilt, während sie politisch durch Bayern verwaltet wurde.

Gab es Schupf bereits vor dem Jahre 1000?

 

Bewiesen wurde dass Menschen die Gegend bewohnten, möglicherweise in Fuchsriet, Rempfenhof, Fichtenhof, Zant oder Freiling. Diese Ansiedlungen lagen alle in der Nähe von Schupf und gingen zwischen dem 13. und 16. Jahrhundert unter. Die Bauern dieser Höfe machten sich den guten Waldbestand auf dieser Hochfläche zu Nutzen, schlugen Bäume und arbeiteten den Boden zu Weide- und Ackerland um. Um den Mehrertrag zu lagern, errichtete man Scheunen. Diesen folgten mit der Zeit auch Wohnhäuser und Stallungen.

 

So entstand der Weiler und anschliessend das Dorf Schupf. Eine namentliche Erwähnung fand zwar erst 1184 im Salbuch (Steuerbuch der Reichenecker) statt, das Dorf selbst könnte jedoch schon lange vorher bestanden haben. Auch manch unerfreulicher Gast kam im Laufe der Jahre nach Schupf. Im Jahr 1547 besuchte Kaiser Karl V. diese Gegend. Einer seiner Generäle wurde als der "wilde Herzog" bezeichnet. Länger als gewünscht blieb dieser mit seinem Regiment um Altdorf.

 

Ausgehend von dort plünderten seine Soldaten und er die umliegende Gegend. Durch Plünderungen und Brandschatz- ungen fügten die Mansfelder Truppen den Bewohnern des Dorfes im September 1621 großes Leid zu. Daraufhin schlossen sich 200 Bauern aus der Gegend zusammen und töteten die Soldaten zwischen Schupf und Seiboldstetten. In der Nacht des 14. Oktobers 1632 stellte der schwedische General Kniepfhausen auf der "Strüt" die Truppen Wallensteins. Bei der Schlacht wurden 300 kaiserliche Infanteristen getötet.